Achselschwang – Der Braunviehstall des Staatsguts Achselschwang verwandelt sich im September wieder in eine Bühne für die HAPPY Classic HOUR®Art & Music des Klassikfestivals AMMERSEErenade. In der beliebten Konzertreihe sind vom 12. bis 19. September junge vielversprechende  Nachwuchstalente und Preisträger aus der Region und dem europäischen Ausland zu erleben – kammermusikalisch, unterhaltsam und in entspannt ländlicher Atmosphäre.

Mit der HAPPY Classic HOUR®Art & Music unternimmt die AMMERSEErenade eine Zeitreise zum Beginn ihres Erfolgs. „Hier erleben junge Menschen klassische Musik nicht als fernes Ritual, sondern als lebendige, kraftvolle Ausdrucksform ihrer Generation. So bietet der ehemalige Kuhstall zum einen eine erste Bühne, zum anderen wird er zu einem Ort der Begegnung – zwischen Publikum und KünstlerInnen, zwischen Generationen und zwischen ländlichem Raum und kultureller Vielfalt“, resümiert Intendantin Doris M. Pospischil.

Zum Auftakt am 12. September die Vernissage von Gisela Krohn und Jan Davidoff - zwei künstlerische Naturgewalten, deren Arbeiten von der Natur und üppigen Seenlandschaft des Voralpenlandes geprägt sind. Ihre Werke schaffen den Rahmen für den Konzertreigen mit seiner ganz eigenen Atmosphäre und lassen Malerei und Klang zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Das künstlerische Werk von der am Starnberger See und in Berlin lebenden Gisela Krohn konzentriert sich auf Motive wie Wälder, Alleen und großformatige Naturdarstellungen, die zwischen Abstraktion und Naturalismus angesiedelt sind. Thema von dem in Schondorf am Ammersee lebenden Jan Davidoff sind die Aufhebung der Grenzen von innen und außen, von Mensch und Natur. Seine Kunst, die auf den großen nationalen und internationalen Kunstmessen angeboten wird, weist eine Vielfalt an Motiven, künstlerischen Techniken und Materialien auf. In seinen Bildern nimmt er die Welt als organischen Kreislauf des Entstehens und Auflösens wahr. 

Ein Morgenkonzert zum Aufwachen und Durchatmen. Pianist Vladimir Skomorokhov – eine Entdeckung der Festivalinitiatoren bei einem Besuch der Musikhochschule Lübeck – gestaltet mit „A g'scheide Klavier-G'schicht“ am 13. September eine Matinée. Vladimir wurde 1999 in Volgograd, in Russland geboren. Das hochtalentierte Kind begann mit sechs Jahren das Klavierspiel. Mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet spielte er bereits in zahlreichen Orchestern im In- und Ausland, darunter mit dem Orchestra Sinfonica Milano und mit Orchestra Filarmonica Pugliese.

„Wo´s schee groovt und koana stiaht.“ Das Salsa-Trio Corasonido mit Maja Strobelt, Michel Berger und Korbinian Bauer sorgt am 15. September bei „Salsa im Kuhstall“ für lateinamerikanisches Temperament mit karibischen Rhythmen und viel lebendiger Energie. Mit eigenen Arrangements und einer beeindruckenden Vielfalt von Instrumenten erschaffen die drei Musiker den Klang einer kompletten Salsaband und begeistern ihr Publikum mit großartiger Spielfreude und authentischem Latin-Sound. 

Eine Talentbühne für junge Leute! Unter dem Titel „De Jungen, de wos drauf ham“ präsentieren vier junge, schon vielfach preisgekrönte Talente - Georg Friedrich Kiesewalter (10), Greta Yuna Rütjes (12), Dhara Ersan (17) und Severin Brast (19) am 16. September Stücke von Chopin über Dvorak bis zu Mozart und Rachmaninoff für Klavier, Geige und Cello. Abgerundet wird das Konzert durch weniger bekannte Werke der Musikliteratur. Die Auswahl der jungen Musiker und das Programm stellte die in Windach lebende Pianistin und Klavierpädagogin Elisa Neugart zusammen. 

Georg Friedrich Kiesewalter lebt in Dießen und begann seine musikalische Ausbildung 2021. Beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert 2026 wurde er mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Greta Yuna Rütjes erhielt ihren ersten Geigenunterricht mit vier Jahren in Weilheim. Sie spielte bereits zahlreichen erste Preise auf Regional- und Landesebende bei Jugend musiziert ein und nimmt regelmäßig bei Meisterkursen teil. Seit 2025 spielt sie im Puchheimer Jugendkammerorchester. Dhara Ersan gewann erstmals den Jugend musiziert Regionalwettbwerb 2019 (1. Preis). Weitere Auszeichnungen folgten. Orchestererfahrung hat sie unter anderem im Festivalorchester der Nationen 2023 mit Solist Igor Levit. Als Solistin trat sie in Preisträgerkonzerten sowie bei Kulturveranstaltungen wie der Langen Nacht der Musik in München auf. Severin Brast ist ebenfalls mehrfacher Preisträger bei Jugend musiziert. Zudem erhielt er 2024 das Bildungszertifikat Kompetenznachweis Musik de Bayerischen Kultusministeriums und des Verbands Bayerischer Sing- und Musikschulen. Er ist als Solist und kammermusikalisch aktiv. 

„Vier Leute, a Haufn Energie“, das stellen die „Gmelin Brothers“ mit Konrad, Viktor und Anton aus der Stockdorfer Gmelin-Familie gemeinsam mit Lorenzo Matteo Giannotti am 18. September im Braunviehstall unter Beweis. Sie lassen Haydns Kaiserquartett Op. 76 Nr. 3 und Beethovens 8. Streichquartett Op. 59 Nr.2 erklingen. Die drei Brüder wurden bereits mit vielen Preisen bedacht. Konrad Gmelinspielt seit dem 7. Lebensjahr Geige und konzertierte u.a. mit dem Bundesjugendorchester sowie dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Kirill Petrenko, Manfred Honeck, Christoph Eschenbach und Marc Albrecht. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Viktor begann mit fünf Jahren Cello zu spielen, der 2009 geborene Anton startete ebenfalls mit fünf Jahren seinen Geigenunterricht. Beide ebenfalls mit vielen Preisen bedachten Brüder traten mehrmals im Rahmen der Kinderkonzerte der Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Heinrich Klug auf. Außerdem spielen sie u.a. im Puchheimer Jugendkammerorchester, im VbW-Fstivalorchester sowie im Bundesjugendorchester. Seelenverwandt der vielfach preisgekrönte Lorenzo Matteo Giannotti, der sein Geigenspiel mit vier Jahren begann. Er spielte bereits unter Dirigenten wie Jörg Widmann, Kent Nagano, Vladimir Jurowski und Sir Simon Rattle. Aktuell ist er Mitglied der jungen Deutschen Philharmonie und spielt regelmäßig als Aushilfe beim BR-Sinfonieorchester, den Münchner Philharmonikern und dem Münchner Kammerorchester. Mit der Staatskapelle Dresden ging er auf Südkorea-Tournee. Seit 2026 ist er Stipendiat bei Live Music Now München. 

Zum Abschluss der Happy Classic Hour-Reihe eine kreative Jumelage bei der Finisage. Dann sorgen am 19. September das preisgekrönte Dachauer Jugendsinfonieorchester und das Erchana-Orchester Dachau mit seinen gut 30 Mitgliedern für „Orchester-Sound, der di mitnimmt“. Sie spielen ihre Lieblingsstücke, darunter die Humoreske von Dvorak, den Jazz Waltz Nr. 2 von Schostakowitsch und Palladiovon Jenkins sowie beliebte Schlagerballaden aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie in Einer kleinen Konditorei oder Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett sowie aktuelle Popsongs wie Viva la Vida von Coldplay.  Das Dachauer Jugendsinfonieorchester durfte 2025 den Landkreis Dachau zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nazi-Regime sowohl in Auschwitz als auch in Dachau musikalisch vertreten. 

Weitere Informationen zum Programm sowie zum Ticketverkauf unter www.ammerseerenade.de