Alling – Mit der perfiden Masche des sogenannten Schockanrufs haben Betrüger eine 80-jährige Frau aus Alling um Goldbarren im Wert von rund 70.000 Euro gebracht. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.

Nach Angaben der Polizei erhielt die Seniorin am Donnerstagnachmittag, 6. August, einen Anruf von einer Frau, die sich als Professorin des Universitätsklinikums München ausgab. Sie behauptete, der Sohn der 80-Jährigen sei schwer erkrankt und benötige dringend ein sehr teures Medikament. Um die Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen, wurde das Gespräch an eine weitere Frau weitergegeben, die weinend ins Telefon sprach und sich als Ehefrau des Sohnes ausgab.

Obwohl die Seniorin die Stimme nicht eindeutig erkannte, ließ sie sich von den Schilderungen überzeugen. Gegen 15.40 Uhr übergab sie einem Abholer Goldbarren im Gesamtwert von rund 70.000 Euro. Erst etwa eine Stunde später flog der Betrug auf. Die 80-Jährige erzählte ihrem anderen Sohn von dem Vorfall. Dieser nahm Kontakt zu seinem Bruder auf und stellte fest, dass dieser weder krank noch auf ein Medikament angewiesen war.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

  • männlich
  • etwa 185 Zentimeter groß
  • etwa 45 Jahre alt
  • schlanke Figur
  • kurze Haare
  • kein Bart, keine Brille
  • bekleidet mit einer grau-blauen kurzen Jeanshose, einem hellen T-Shirt und schwarzen Schuhen

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck bittet Zeugen, die am Donnerstagnachmittag im Bereich zwischen der Weidenlohstraße und der Straße „Am Weinberg“ in Alling verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 08141/612-0 zu melden.